Forschungsgegenstand

Grenzen des Strafrechts

Gegenstand des Forschungsprogramms sind die Grenzen des Strafrechts. Die aktuelle Verschiebung dieser Grenzen wird an den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Veränderungen der Welt-, Informations- und Risikogesellschaft deutlich, in der Kriminalität, Kriminalpolitik und Strafrecht einem schnellen Wandel unterliegen. Das Ausmaß der gegenwärtigen Veränderungen im Strafrecht zeigt sich beispielsweise im Europäischen Strafrecht und im Völkerstrafrecht an neuen Formen der internationalen Zusammenarbeit und der Entstehung von Elementen eines echten supranationalen Strafrechts. Ebenso weitreichende Veränderungen manifestieren sich bei der Kontrolle des Terrorismus, die das fundamentale Verhältnis zwischen den Garantien von Sicherheit und Freiheit in Bewegung bringt und klassische politische und rechtliche Kategorien auflöst, wie die Unterscheidung von innerer und äußerer Sicherheit, von Krieg und Verbrechen, von Krieg und Frieden sowie von Strafjustiz, Polizei, Geheimdienst und Militär.


Ziel des Forschungsprogramms ist es, die Grenzen des Strafrechts an den tatsächlichen Veränderungen von Sicherheitsrisiken und Sicherheitsdenken in der sich wandelnden Gesellschaft und den hieraus resultierenden normativen Veränderungen zu untersuchen, um neue Antworten auf die aus dieser Entwicklung entstehenden kriminalpolitischen Herausforderungen zu entwickeln. Das Programm konzentriert die Arbeiten des Instituts deswegen auf spezifische Forschungsschwerpunkte mit bestimmten Fragestellungen sowie hierfür besonders ertragversprechenden Forschungsfeldern.

  • Geändert am: 30.08.2011
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